Funktion im Verein: Sprachlotse und Mentor
…seit wann: Januar 2019

Name: Frederik Struck

Alter: 33 Jahre

Wohnort (Stadtteil): Hamburg Ottensen

Wie bist Du zum Verein gekommen?
Ich habe nach einer Möglichkeit gesucht, mich sozial zu engagieren und wollte sehr gern geflüchteten Neu-Hamburgern beim Deutschlernen helfen. Leider ist es recht schwierig, ein solches Ehrenamt zu finden, welches sich gut mit einem Vollzeitjob verbinden lässt. Ich habe mich dazu mit meiner Freundin Sarah, die sich inzwischen ebenfalls für Hamburger* mit Herz engagiert, gesprochen und zufällig hatte sie gerade über eine Arbeitskollegin von dem Verein gehört. Da war uns beiden klar: Das schauen wir uns mal näher an!

Wie wirst Du wirksam? / Was machst Du?
Seit Anfang des Jahres unterrichte ich Montags eine kleine Gruppe von primär Müttern, die bislang eher rudimentäre Deutschkenntnisse haben. Auch wenn die Verständigung manchmal ein paar Anläufe braucht und die Kinder dank ihrer ganzen Energie gelegentlich vom Unterricht ablenken, liegt darin auch der Reiz und die Freude dieser Aufgabe. Man sieht jede Woche Fortschritte der Teilnehmerinnen.
Zudem bin ich seit ein paar Wochen Teil eines Mentor-Mentee-Tandems. Darüber kann ich also noch nicht viel erzählen, aber ich freue mich total auf den zukünftigen Austausch und meine Horizonterweiterung, wenn mir jemand meine Heimatstadt durch eine ganz andere Brille zeigt.

Was gefällt Dir besonders:
Von Tag 1 an wurde ich von allen Freiwilligen mit offenen Armen empfangen und schon nach wenigen Wochen habe ich das Gefühl, dass ein sehr entspanntes und herzliches Verhältnis innerhalb der Unterrichtsgruppe herrscht. Besonders gefällt mir aber das Gefühl, unmittelbar vor meiner Haustür einen winzigkleinen Beitrag dazu leisten zu können, dass Menschen, die einen unvorstellbaren Weg hinter sich haben, nun ihr neues Lebenskapitel positiv gestalten können. Gleichzeitig merke ich, wie sehr ich für mich selbst Energie aus dem Ehrenamt ziehe und dass ich mit dem Sprachunterricht ein großes Stück Sinnhaftigkeit in meinen Alltag bringen konnte.

Was würdest Du Interessierten raten?
Kommt einfach vorbei und lasst euch von der Herzlichkeit der Menschen anstecken.