Am 16. Juli haben wir im Herzen Hamburgs unsere neuen Räume – die Herzkammer – eröffnet. Für alle, die nicht dabeisein konnten oder die, die das Fest noch einmal nachklingen lassen möchten: Hier gibt es ein paar Impressionen von den Feierlichkeiten.

Nach einleitenden Worten unseres Vereinsvorstandes Gorden Isler und Beate Ngee hielt Dorothee Martin vom Hamburger Senat eine kleine Ansprache. Während das Eröffnungsband für die Herzkammer durchgeschnitten wurde, spielte die Hamburger Band „Albers Ahoi“ klassische Hamburger Lieder. Die Hamburger Klassiker wurden wunderbar von Mulugeta ergänzt, der auf der Kar, einem traditionellen Seiteninstrument aus Eritrea, gespielt hat.

Auch das kulinarische Angebot von Kuchen, Grillwürsten und eritreischen Kaffeezeremonie fand ganz im Sinne des Mottos „Heimat“ statt, der alten in Eritrea und der neuen nun in Deutschland.

Die Fotoausstellung der Fotografin Elena Zaucke kam sehr gut an. Sie hat einige der Teilnehmer porträtiert und ihrer Wünsche, Hoffnungen und Ziele an das neue Leben in Hamburg gezeigt. (Wer die Eröffnung verpasst hat: Die Bilder sind noch bis Anfang September in der Herzkammer zu sehen.)

In Deutschland wird ja allgemein gerne über das Wetter gesprochen und leider wurde unserer Einweihungsfeier immer wieder von kleinen Schauern heimgesucht. Dennoch ließen sich viele Besucher nicht davon abhalten ihre Bratwurst oder einen eritreischen Kaffee zu den fetzigen Klängen von „Albers Ahoi“ zu genießen.

Jetzt geht die Arbeit erst richtig los! Die Herzkammer wird ein Ort der Begegnung, der Ankunft, der Teilhabe, der Integration und der Heimat. Dorothee Martin beschrieb es in ihrer Rede zur Eröffnung sehr schön: Zwei Herzkammern werden von einem starken Muskel umschlossen und bewegt. Die eine Kammer steht für sie für die Menschen in Hamburg und die andere Kammer für die Neuhamburger*innen. Unsere neue Herzkammer für den Ort, den Willen und das Engagement, diese wichtige integrative Arbeit gemeinsam zu leisten.

Wir werden unsere Räumlichkeiten jedoch auch für Ausstellungen, Bildungsprojekte und die Zusammenarbeit mit anderen NGOs selbst nutzen und zur Verfügung stellen. Besuchen Sie uns und halten Sie sich hier auf dem Laufenden. Wir werden euch spannende Themen und Projekte anbieten.

P.S.: Die Fotoausstellung von Elena Zaucke ist noch bis Anfang September in der Herzkammer zu sehen. Wochentags zwischen 15 und 20 Uhr ist immer jemand von uns da. Gern vorbeikommen!

Sea-Eye Team

Vergangenes Wochenende besuchten uns der Sea-Eye Gründer, Michael Buschheuer, und der Pressesprecher Hans-Peter Buschheuer in Hamburg. Gemeinsam sprachen wir über die aktuelle Situation auf dem Mittelmeer und erfuhren von den neusten politischen Entwicklungen in Italien. So wird derzeit über einen italienischen Einsatz im libyschen Hoheitsgewässer ratifiziert. Dieser sieht vor, Flüchtlinge in Gummibooten direkt nach dem Start an der Küste abzufangen, zurück an Land zu bringen und in neu errichtete Unterkünfte zu bringen. Der Lösungsansatz ist sehr fragwürdig aber zugleich sehr entscheidend für die NGOs auf dem Mittelmeer. Einen ausführlichen Bericht können Sie auf Reuters nachlesen: http://www.reuters.com/article/us-libya-security-italy-navy-idUSKBN1AC1PA

Mit unseren Freunden bei Sea-Eye nahmen wir an der Open-Air Vorführung unserer Dokumentation MINDEN REPLYING im Harburger Binnenhafen teil. Organisiert wurde das Event vom Kreisverband der Grünen. Es fand eine rege Diskussion mit Bundestagsmitglied Manuel Sarrazin, Sea-Eye Gründer Michael Buschheuer, dem 1. Vorsitzenden von HAMBURGER*MIT HERZ e.V. Gorden Isler und dem Filmemacher Maik Lüdemann statt.

MINDEN REPLYING beim Kulturkran

Am Sonntag fand eine weitere Vorführung unserer Dokumentation, in unserem neuen Büro statt. Wir durften rund 20 Personen in der „Herzkammer“ begrüßen. Michael Buschheuer erzählte uns seine Geschichte, wie er als Maler und Lackierer zum Gründer einer wichtigen NGO wurde.

https://www.facebook.com/HHmHeV/videos/1982317671793983/

 

Was ist MINDEN REPLYING?
Im vergangen November fuhren zwei unserer Mitglieder auf dem Seenotrettungskreuzer Minden mit. Sie drehten vor Ort eine Dokumentation über die Lage auf dem Mittelmeer und die Abläufe von Rettungseinsätzen. HAMBURGER*MIT HERZ setzt sich seither für Bildung zu der aktuellen Situation ein. Die Doku kann ab August gekauft oder geliehen werden. Für öffentliche Vorführungen bieten eine kostenfreie Vorführkopie an. Den Trailer zum Film finden Sie auf: http://minden-replying.de

Wer ist Sea-Eye?
Sea-Eye startete erst im Herbst 2015, als eine kleine Gruppe um den Regensburger Unternehmer Michael Buschheuer beschloss, dem Sterben der Flüchtenden im Mi’elmeer nicht länger tatenlos zuzusehen. Die Initiative kaufte ein Schiff, einen alten Fischkutter, und rüstete ihn zum Zweck der Seenotrettung um. Das Schiff, inzwischen auf den Namen Sea-Eye getaut, ist seit April 2016 auf Beobachtungs- und Rettungsfahrt vor der Küste Libyens: Die einzige Aufgabe besteht darin, in Seenot Geratene und Ertrinkende zu retten, Hilfe herbei zu holen. Im Jahr 2016 konnten die Crews der Sea-Eye 5568 Menschen aus Seenot retten! Die Initiative ist inzwischen auf rund 500 Menschen aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland angewachsen. Sie arbeiten ohne Bezahlung an dem Projekt Sea-Eye mit, verzichten auf Freizeit und Urlaub.

In dem betroffenen Seengebiet vor der Küste Libyens hält die Sea-Eye Ausschau nach seeuntüchtigen überfüllten Booten, die zu kentern drohen. Die Menschen werden mit Rettungswesten und Wasser versorgt, die Boote mittels Rettungsinseln entlastet. Schwerverletzte können an Bord der Sea-Eye in einer Krankenstation versorgt werden. Gleichzeitig wird ein SOS-Notruf an die Seenotleitstelle Mittelmeer in Rom abgesetzt. Nach internationalen Seerecht sind alle Schiffe, die sich in der Nähe befinden, verpflichtet, Schibrüchige aufzunehmen. Obwohl alle Helfer kostenlos an Sea-Eye mitwirken, ist der Verein auf Sach- und Geldspenden angewiesen. Das Projekt wird in diesem Jahr rund 500.000 Euro benötigen: Für Diesel, Flüge, Unterkunft, Rettungsmaterialien, Verpflegung, medizinisches Gerät, Elektronik. Weitere Infos unter: http://sea-eye.org

 

Am Sonntag, den 23. April, fand der Haspa-Marathon statt und wir von HAMBURGER*MIT HERZ waren natürlich dabei und haben am Staffellauf teilgenommen. Mit unseren zwölf Läufern aus Eritrea haben wir die Teams „Integration“, „Mentoring“ und „Hamburger mit Herz“ an den Start gebracht.

Um 8 Uhr morgens haben sich alle Läufer und Helfer getroffen, um die letzten Vorbereitungen zu treffen. Die Startunterlagen waren schnell ausgehändigt, nun hieß es für die ersten drei Läufer, den Startblock zu finden und sich auf eine Distanz von 16,3 km einzustellen. Das war gar nicht so einfach. Start und Ziel befanden sich beim Messegelände, hier starteten knapp 14.000 Athleten und die Straßen waren voller Zuschauer.

Das Wetter zeigte uns an diesem Tag, was „Aprilwetter“ genau bedeutet. Von strahlendem Sonnenschein bis Hagelschauer waren alle Witterungs-Facetten vertreten. Doch davon ließen wir uns nicht unterkriegen und um 9 Uhr startete der Wettkampf.

Die erste Staffel führte vom Messegelände über St. Pauli bis nach Othmarschen, von da aus ging es zurück über die Speicherstadt – bis am Jungfernstieg der erste Wechselpunkt erreicht wurde. Die zweite Staffel führte an der Außenalster entlang Richtung Norden, nach 11,2 km wurde der zweite Wechselpunkt am Überseering erreicht. Die dritte Staffel war mit 5,4 km die kürzeste Distanz. Am Meienweg wurde die Staffel für den Zieleinlauf über Rotherbaum, mit einer Strecke von 9,4 km, das letzte Mal übergeben.

Wir sind sehr froh, dass alle Läufer ihre Distanzen mit Bravour gemeistert haben und mit einer Top-Zeit von 03:13:11 auf Platz 30 der Männerwertung stehen (Gesamtwertung Platz: 57). An dieser Stelle gratulieren wir unseren Läufern und freuen uns über diesen sportlichen Erfolg.

Ein weiterer Dank richtet sich an unsere Helfer, die auch bei stärkstem Hagelschauer die Nerven behielten und unsere Läufer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sicher zu ihren Wechselzonen begleiteten.

Die Ergebnisse im Überblick:
Team „HAMBURGER*MIT HERZ“: 03:13:11
Team „Integration“: 03:16:09
Team „Mentoring“: 03:44:23

Von Valentin Asensio

© Foto Elena Zaucke

Die Tage werden zwar langsam wieder länger, dennoch steht uns der Sinn nach Wärme und Gemütlichkeit. Seit Anfang November treffen wir uns deshalb jeden Donnerstag von 16 bis 18 Uhr in der Kultur-„Fabrique“ im Gängeviertel (Valentinskamp 34a, Zugang von der Speckstraße) und häkeln zusammen mit einigen Neu-Hamburgern, die wir schon aus dem Sprachunterricht von HAMBURGER*MIT HERZ kennen. In der kalten und dunklen Jahreszeit wollten wir gern etwas zusammen mit den jungen Leuten machen, die wir sonst nur im Sprachunterricht erleben. Während unserer Handarbeits-Treffen bietet sich nun endlich die Gelegenheit, bei einem Becher Tee ins Gespräch zu kommen. Wir häkeln, schnacken und lachen zusammen und vertreiben auf diese Art ein wenig die winterliche Kälte. Wenn Sie Lust haben, mitzumachen, melden Sie sich einfach bei uns unter fluechtlingshilfe@hamburger-mit-herz.de oder kommen sie spontan vorbei. Wir freuen uns auf Sie!

Das Helferportrait: Katrin John

Die ehrenamtliche Helferin Katrin John (25) war in diesem Frühjahr ein Teil unserer Delegation nach Mekerie. Lernen Sie die Hamburgerin mit Herz besser kennen:

Wie kamst du zu unserem Verein?

„Im Oktober 2015 habe ich nach einem ehrenamtlichen Projekt gesucht, in das ich mich einbringen kann. Über Nina, unsere Projektleiterin, kam ich zum ersten Planungstreffen für den Deutschunterricht. Ab dann war es ein Selbstläufer.“

…und schon wenige Monate später bist du mit nach Mekerie gefahren? 

„Als sich die Chance geboten hat, mit nach Äthiopien zu kommen, habe ich nicht gezögert. Ich war ultra neugierig auf das Partnerdorf Mekerie. Entwicklungshilfe hat mich generell schon immer interessiert und da konnte ich mit meiner Abenteuerlust nur ja sagen, um mal mit eigenen Augen zu sehen, wo, was, wie und welche Hilfe genau benötigt und eingesetzt wird.“

Was war dein erster Eindruck von Mekerie?

„Der Bus hat mitten auf dem Marktplatz gehalten. Dort war der Viehmarkt gerade in vollem Gange und Menschenmassen drängten sich durch die Rinder, Schafe, Mulis, Ziegen und Hühner auf den Bus zu. Ich war total überwältigt und dachte nur: Wow, das ist Afrika! So viele Menschen! Und alle schauen uns an…“

Was hat dich vor Ort beschäftigt?

„Naja, es ist schon ein Kulturschock, wenn man sieht, unter welchen Bedingungen die Kinder in die Schule gehen. Die Gebäude sind sehr dunkel, weil es Lehmbauten sind. Manchmal gibt es nur die Tür und ein Fenster, durch die Licht in das Klassenzimmer gelangt. Und auf dem Rückweg von der Schule schleppen die Grundschüler Wasserkanister mit 20 Litern auf dem Rücken den Berg hoch nach Hause.“

Was hat dir besonders gut gefallen? 

„Vieles. Mein Highlight war der letzte Abend in Mekerie. Wir saßen zusammen mit einem Teil des Komitees, einigen jungen Männern und ein paar Kindern, die in den benachbarten Hütten wohnten. Es war ein richtig schöner, geselliger Abend und ich habe dort viele amharische Wörter und kurze Sätze gelernt. Es war total gemütlich, lautes Geschnatter und interessante Wortwechsel überall. Und immer wenn ich etwas komisch nachplapperte, folgte lautes Lachen von den Einheimischen um mich herum.“

Hat es dir eines der Kinder besonders angetan?

„Ein kleines, etwa vierjähriges Mädchen war besonders niedlich. Sie hat mich schon am ersten Tag begrüßt und blieb in der Nähe unserer Hütte. Ab dem zweiten Tag war sie immer bei mir, wenn ich in Mekerie unterwegs war und hat meine Hand genommen. Wegen ihrer kurzen und meiner langen Beine verlangsamte sich zwar so mein Tempo, aber in Äthiopien ist man eh entspannter.“

…was bleibt?

„Es gibt noch eine ganze Menge zu tun in Mekerie, daher lasst uns dranbleiben.

Wenn es heißen würde, dass heute Abend der nächste Flieger geht und ob ich wieder mitkommen möchte, packe ich sofort meinen Rucksack!“

Am 23.11 um 19 Uhr starten unsere ehrenamtlichen Hamburger*mit Herz mit vielen Gästen die erste Infoveranstaltung zu unserem Mentor*innen-Programm:

Es erwartet Euch ein unterhaltsamer Abend mit Hintergrund-Informationen zu unserer Arbeit. Wie wird man Mentor*in und warum machte das alles eine Menge Spaß? Alle sind herzlich eingeladen! Mehr Informationen zu unserer Arbeit gibt es auf dieser Seite.

Am 23.11.2016 ab 19 Uhr:
Valentinskamp 34A (Zugang über die Speckstraße), 20355 Hansestadt Hamburg

Wir freuen uns auf Euch!

Ein Videogruss aus den Unterrichtsräumen bei St.Markus zur Veranstaltung:

Nach langer Zeit und viel ehrenamtlicher Arbeit haben wir unsere Website in Angriff genommen und neu gestalten lassen. Noch übersichtlicher soll sie über unsere Vereinsaktivitäten informieren und beim „gutes Tun“ helfen.

Hier finden Sie Ansprechpartner von Projekten genau so wie zugehörige Spendenformulare.
Wir freuen uns über ihr Feedback und danken allen die zu der neuen Plattform beigetragen haben- insbesondere dem fantastischen Jan Stiewe von webigami.de –  auch einem echten Hamburger*mit Herz!
Unser Dank gilt natürlich auch der fantastischen Anja Werner für die viele Arbeit an der bisherigen Website

Benjamin Holm für den Vorstand

Unsere Mitglieder

Die Mitgliederversammlung von Hamburger mit Herz e.V. hat mit einer Satzungsänderung auch einen Vorstand neu gewählt. Neben Gorden Isler, der als Vorsitzender bestätigt wurde ist Joanna Abram als Vorsitzende gewählt worden. Unterstützt werden die beiden von Beate Ngee (stellvertretende Vorsitzende für Finanzen) sowie Maik Lüdemann und Malte Conrade (beide stellvertretende Vorsitzende.

Der Verein bestätigte unter anderem das Leitbild und die geplanten Aktivitäten bis Ende 2016

Heute möchten wir ein Statement zur Projektsituation aufgrund der Nachrichtenlage in Äthiopien abgeben. Wir sind in ständigen Kontakt zu unseren Partnern vor Ort, insofern es unseren Partnern möglich ist erreichbar zu sein. Allen Einwohnern Mekerie’s geht es gut. In der Amhara Region selbst ist die Lage unübersichtlich. Es kommt immer wieder zu Aufständen und Protesten. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in die Region. Wir prüfen derzeit alle Möglichkeiten das Projekt fortzuführen, ohne Mitglieder des Vereins in unmittelbare Gefahr zu bringen. Wir sind sehr zuversichtlich, dass uns genau das gelingen wird. Wir halten euch auf dem Laufenden.

 

Ein aktueller Artikel aus der TAZ findet sich hier

Zu unserem Projekt in Äthiopien hier

und Spenden kann man hier